Eine blassblaue Frauenschrift




Bericht:

Kurz nachdem Leonidas Amelie geheiratet hat, hat er eine Affäre mit einer Vera Wormser. Nun hat Leonidas von Vera einen Brief bekommen. Er versteckt ihn vor Amelie und liest ihn heimlich. Vera schreibt, sie sei in der Stadt. Aus dem Brief, meint Leonidas lesen zu können, dass er mit Vera einen Sohn hätte, der Hilfe benötigt. Zuerst erschrickt Leonidas, als er sich jedoch wieder gefasst hat, nimmt er sich vor, Amelie alles zu beichten.
Es wäre sicher gut, wenn Leonidas Amelie alles beichten würde. Dazu benötigt er aber auch eine grosse Portion Zivilcourage. Leonidas ist Sektionschef, er müsste genug Zivilcourage haben um das ganze zuzugeben. Wissen muss es Leonidas selber. Denn wenn er mit dem Gewissen leben kann, seine Frau betrogen zu haben und sie nichts merkt, muss er niemandem etwas sagen. Leonidas kann sicher wieder besser schlafen, wenn alles geklärt ist. Auf der anderen Seite, wenn er Amelie alles beichtet und sie nicht genug Toleranz zeigt? Sie verlässt ihn vielleicht und es hat ihm nichts gebracht. Er würde alleine dastehen, hätte weder Amelie noch Vera und würde sich das ganze Leben Vorwürfe machen. Aber halt! Amelie verheimlicht ihm möglicherweise auch etwas. Das wäre der Idealfall, beide könnten reinen Tisch machen und weiterhin gut miteinander auskommen.
Es ist schwer abzuwägen welcher Fall der bessere ist. Jedenfalls würde ich es einmal ganz sanft versuchen. Es könnte sein, dass der Partner auch etwas verbergt, das er loswerden will. (Mai 2002)

Werkangaben
Autor: Franz Werfel
Verlag: Fischer
ISBN: 3-596-29308-1



Quelle: http://www.markusbaumi.ch/schule/frauenschrift.html
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